Willkommen im Kompetenzzentrum Endometriumkarzinom an der Charité!
Wir sind ein Team aus erfahrenen Ärzt:innen, das sich der exzellenten Behandlung von Endometriumkarzinom verschrieben hat.
Was ist Langzeitüberleben?
Langzeitüberleben bezeichnet das Überleben einer Krebserkrankung über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren nach der Diagnose hinaus, wobei die Betroffenen als „Survivors“ gelten. Es bedeutet nicht immer vollständige Heilung, sondern oft ein Leben mit stabiler Krankheit oder Langzeitfolgen, das durch gezielte Nachsorge unterstützt wird.
Krebsnachsorge: Ein Überblick
Die Krebsnachsorge begleitet Menschen nach einer Krebstherapie, um Rückfälle früh zu erkennen, Nebenwirkungen zu behandeln und die Lebensqualität zu fördern. In Deutschland erstreckt sie sich üblicherweise über fünf bis zehn Jahre und umfasst regelmäßige Arztbesuche, Bluttests, Bildgebung wie Ultraschall oder CT und Tumormarker-Checks, etwa CA-125 bei Eierstockkrebs. Ziel ist es, die Gesundheit zu überwachen und mögliche Rezidive schnell zu therapieren. Doch oft endet die klassische Nachsorge nach dieser Zeit, obwohl über die Hälfte der Betroffenen weiterhin unter Langzeitfolgen wie Fatigue, Schmerzen oder psychischen Belastungen leidet. Hier setzt ein neuer Ansatz an: die Survivorship Clinic.
Was ist eine Survivorship Clinic?
Eine Survivorship Clinic, wie sie etwa an der Charité Berlin entwickelt wird (siehe survivorship-clinic.de), geht über die klassische Nachsorge hinaus. Sie richtet sich an Langzeitüberlebende – also Menschen, deren Krebserkrankung mindestens fünf Jahre zurückliegt – und bietet eine spezialisierte Sprechstunde, um Langzeitnebenwirkungen gezielt zu erkennen und zu behandeln. An der Charité wird dieses Konzept im Projekt „Survivorship“ erprobt, mit Fokus auf gynäkologische Tumore wie Eierstockkrebs. Neben Tumornachsorge werden hier körperliche Beschwerden wie Inkontinenz oder neurologische Probleme untersucht, psychische Gesundheit geprüft und individuelle Trainingspläne erstellt, unterstützt durch Activity Tracker und Beratung zu Ernährung oder Sexualität.
Welche Krebserkrankungen fallen darunter?
Zu den wichtigsten gynäkologischen Krebserkrankungen zählen Eierstockkrebs, der oft erst in einem späten Stadium erkannt wird und eine spezialisierte Therapie erfordert. Gebärmutterkrebs tritt meist nach den Wechseljahren auf und erfordert ebenfalls eine gezielte Behandlung. Gebärmutterhalskrebs kann durch eine frühzeitige HPV-Impfung verhindert werden. Zudem gibt es seltenere Erkrankungen wie Vulva- und Vaginalkrebs, die ebenfalls behandlungsbedürftig sind.
Vorteile eines Survivorship-Programms
Im Vergleich zur herkömmlichen Nachsorge bietet ein Survivorship-Programm eine ganzheitliche Betreuung. Es schließt Versorgungslücken, indem es interdisziplinäre Teams – etwa aus Onkolog*innen, Psycholog*innen und Physiotherapeut*innen – einbindet. Die Studie an der Charité zeigt, dass solche Programme die Lebensqualität verbessern können, indem sie individuell auf Langzeitfolgen eingehen und Prävention fördern. Für Betroffene bedeutet das: mehr Kontrolle über die eigene Gesundheit und Unterstützung, auch Jahre nach der Diagnose. Die Rekrutierung für die Studie ist abgeschlossen, erste Ergebnisse werden 2025 erwartet – ein Schritt hin zu einer flächendeckenden, neuen Versorgungsform.
Fazit: Ein Blick in die Zukunft
Die Survivorship Clinic zeigt, wie moderne Krebsnachsorge aussehen kann: nicht nur Tumorfreiheit im Fokus, sondern langfristiges Wohlbefinden. Für Interessierte lohnt sich ein Blick auf survivorship-clinic.de, um mehr über dieses innovative Modell zu erfahren.
Leistungen
Wir bieten Ihnen das gesamte Therapiespektrum in der Gynäkologie an.
Operation
Präzise chirurgische Eingriffe zur bestmöglichen Entfernung des Tumors und Erhaltung gesunden Gewebes.
Chemotherapie
Medikamentöse Behandlung zur gezielten Bekämpfung von Krebszellen und Verhinderung ihres Wachstums.
Zweitmeinung
Expertenbewertung Ihrer Diagnose und Therapieoptionen für eine fundierte, sichere Behandlungsentscheidung.
Tumorkonferenz
Interdisziplinäre Fachärzt:innen beraten gemeinsam über die optimale Therapie für jede Patientin.
Erhaltungstherapie
Langfristige Behandlung zur Verhinderung eines Rückfalls und Stabilisierung des Therapieerfolgs.
Nachsorge
Regelmäßige Kontrollen zur frühzeitigen Erkennung eines Rückfalls und Sicherung des Behandlungserfolgs.
Unterstützende Angebote
Individuelle Beratungen und Therapieangebote zur Linderung von Beschwerden und Stärkung der Lebensqualität.
Terminvereinbarung
Jeder kann einen Termin anfragen – alles, was Sie tun müssen, ist, uns zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie bei jedem Schritt.
Zertifikate
Unsere Zertifikate belegen unsere ausgewiesene Expertise und hohe Behandlungsqualität in der Therapie von Endometriumkarzinom – für bestmögliche Versorgung und Sicherheit unserer Patientinnen.
Abteilungen
Die Charité - Universitätsmedizin Berlin ist ein renommiertes akademisches medizinisches Zentrum mit zahlreichen Abteilungen, Instituten und Dienstleistungen, die eine umfassende Patientenversorgung gewährleisten. Hier ist eine Übersicht über einige der Hauptabteilungen und -institute:
Radiologie
Hochmoderne Bildgebung für eine präzise Diagnostik und Therapieplanung mittels CT, MRT und Ultraschall.
Das Endometriumkarzinom wird meist durch vaginale Blutungen auffällig und zunächst im transvaginalen Ultraschall dargestellt. Die MRT ist Mittel der Wahl zur weiteren Untersuchung und präoperativen Beurteilung der Tumorausdehnung. Die bildgebende Diagnostik dient der Einschätzung der Tiefe der myometranen Infiltration, der Beurteilung einer möglichen Zervixbeteiligung sowie der Detektion von Lymphknotenmetastasen. Die MRT ermöglicht eine präzise Darstellung der Gebärmutterschleimhaut und ihrer Schichten. Dabei kann das Ausmaß der Tumorinfiltration in die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium) beurteilt werden, was für die Therapieplanung und Prognoseabschätzung entscheidend ist. Bei fortgeschrittenen Stadien kann mittels CT des Thorax und Abdomens eine Fernmetastasierung ausgeschlossen werden. Die bildgebende Diagnostik ist essentiell für die stadiengerechte Therapieplanung und trägt wesentlich zur Optimierung der operativen Strategie bei. In der Nachsorge dient die MRT dem Ausschluss eines Lokalrezidivs.
Anästhesie
Die Anästhesie spielt eine zentrale Rolle bei der sicheren und schonenden Durchführung von Operationen beim Endometriumkarzinom. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich eine große Anzahl dieser Eingriffe durchführt, setzen wir auf modernste Narkoseverfahren, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten. Die Operation erfolgt unter Allgemeinanästhesie, sodass die Patientin während des gesamten Eingriffs schmerzfrei und tief entspannt ist. Dabei kommen individuell abgestimmte Verfahren zum Einsatz, die eine schnelle Erholung und eine möglichst geringe Belastung für den Körper ermöglichen. Ergänzend setzen wir schonende Schmerzmanagement-Konzepte ein, um die postoperative Erholung zu unterstützen. Dank unserer hohen Expertise und Erfahrung bieten wir höchste Sicherheitsstandards und individuelle Betreuung – von der präoperativen Vorbereitung bis zur Nachsorge. Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen eine bestmögliche Versorgung in einem Zentrum mit exzellenter medizinischer Qualität zu bieten.
Onkologie
Die Onkologie spielt eine zentrale Rolle in der ganzheitlichen Behandlung des Endometriumkarzinoms und arbeitet eng mit der Gynäkologie zusammen, um eine bestmögliche Therapie für jede Patientin zu gewährleisten. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen behandelt, setzen wir auf modernste diagnostische und therapeutische Konzepte. Nach der Operation durch die gynäkologische Chirurgie übernimmt die Onkologie die individuell abgestimmte Nachbehandlung, die je nach Befund Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie oder innovative zielgerichtete Therapien umfassen kann. Unser interdisziplinäres Team aus erfahrenen Onkologen und Gynäkologen entwickelt für jede Patientin eine personalisierte Behandlungsstrategie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Durch die enge Verzahnung von Chirurgie, Onkologie und weiteren Fachdisziplinen bieten wir eine umfassende, leitliniengerechte Versorgung auf höchstem Niveau – für bestmögliche Therapieergebnisse und eine optimale Betreuung während des gesamten Behandlungsverlaufs.
Strahlentherapie
Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der interdisziplinären Behandlung des Endometriumkarzinoms und kommt in speziellen Fällen ergänzend zur Operation und medikamentösen Therapie zum Einsatz. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen behandelt, setzen wir auf modernste strahlentherapeutische Verfahren. Je nach Tumorstadium und Risikoprofil kann eine adjuvante Strahlentherapie nach der Operation indiziert sein, um das Rezidivrisiko zu senken. Dabei kommen sowohl die vaginale Brachytherapie als auch die externe Strahlentherapie zum Einsatz. Durch hochpräzise Bestrahlungstechniken minimieren wir die Belastung für gesundes Gewebe und maximieren die therapeutische Wirkung. Unsere enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie und Onkologie ermöglicht eine individuell abgestimmte Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau. Dank unserer umfassenden Erfahrung und exzellenten technischen Ausstattung gewährleisten wir eine schonende und effektive Therapie – immer mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität für unsere Patientinnen zu erhalten.
Physiotherapie
Die Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle in der ganzheitlichen Versorgung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen betreut, setzen wir auf individuell abgestimmte physiotherapeutische Konzepte, um die körperliche Erholung nach der Behandlung zu unterstützen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Nach einer Operation oder während einer Chemotherapie kann es zu Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen und Erschöpfung kommen. Durch gezielte Übungen hilft die Physiotherapie, die Mobilität zu fördern, die Muskulatur zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Speziell angepasste Programme können zudem die Regeneration nach dem Eingriff beschleunigen und die körperliche Belastbarkeit verbessern. Unser interdisziplinäres Team aus Physiotherapeuten, Gynäkologen und Onkologen arbeitet eng zusammen, um eine bestmögliche, individuelle Therapie anzubieten. Dank unserer langjährigen Erfahrung und modernen Rehabilitationsansätze begleiten wir unsere Patientinnen einfühlsam auf ihrem Weg zur Genesung.
Psychoonkologie
Die Diagnose Endometriumkarzinom stellt für Patientinnen und ihre Angehörigen eine enorme emotionale Belastung dar. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen betreut, ist die psychoonkologische Begleitung ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Versorgung. Unsere erfahrenen Psychoonkologen unterstützen Patientinnen dabei, Ängste zu bewältigen, emotionale Stabilität zu finden und ihre Lebensqualität während und nach der Behandlung zu verbessern. Individuelle Beratungen, Gesprächsgruppen und bewährte psychotherapeutische Methoden helfen, den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern und die seelische Widerstandskraft zu stärken. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie, Onkologie und weiteren Fachdisziplinen bieten wir eine ganzheitliche Betreuung auf höchstem Niveau. Unser Ziel ist es, jeder Patientin in dieser herausfordernden Zeit zur Seite zu stehen und sie sowohl medizinisch als auch emotional bestmöglich zu unterstützen.
Sozialdienst
Der Sozialdienst spielt eine zentrale Rolle in der Betreuung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. In unserem spezialisierten Zentrum unterstützen wir Patientinnen und ihre Familien bei sozialrechtlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen rund um die Erkrankung. Unsere Experten helfen bei der Beantragung von Reha-Maßnahmen, Pflegeleistungen und Schwerbehindertenausweisen sowie bei beruflichen und sozialen Herausforderungen. Durch enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten bieten wir eine umfassende Begleitung für eine bestmögliche Versorgung – über die medizinische Behandlung hinaus.
Schmerztherapie
Eine effektive Schmerztherapie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. In unserem Kompetenzzentrum setzen wir auf moderne multimodale Ansätze, die medikamentöse, interventionelle und nicht-medikamentöse Verfahren kombinieren. Ein besonderes Element ist das Konzept "Die bewegte Station" auf unseren gynäkologischen Stationen. Durch frühzeitige Mobilisation, physiotherapeutische Maßnahmen und gezielte Bewegungsprogramme unterstützen wir die Schmerzlinderung aktiv. Dies fördert nicht nur die Genesung nach der Operation, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden der Patientinnen. Unser interdisziplinäres Team aus Schmerztherapeuten, Gynäkologen und Physiotherapeuten entwickelt für jede Patientin eine individuell abgestimmte Strategie – für eine bestmögliche Schmerzreduktion und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.
Spezialist:innen
Unsere Spezialist:innen, die auf Endometriumkarzinom fokussiert sind, bieten eine umfassende, individuell angepasste Behandlung, die modernste diagnostische Verfahren, innovative Therapien und eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen Disziplinen umfasst.

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli
KlinikdirektorKlinische und wissenschaftliche Leitung
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. Dr. med. (syr) Mustafa Zelal Muallem
Leitender OberarztStellvertretender Klinikdirektor
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. Klaus Pietzner
OberarztLeiter des Studienzentrums
Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Tjadina Arndt
FachärztinSchwerpunkt: Gynäkologische Onkologie, medikamentöse Tumortherapie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Dr. med. Malte Renz
OberarztSchwerpunkt Gynäkologische Onkologie
Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Impressionen
In unserer Bildergalerie geben wir Ihnen einen Einblick in unser Kompetenzzentrum und die moderne Ausstattung unserer Klinik. Hier sehen Sie, wie wir eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre für unsere Patientinnen schaffen.
Häufige Fragen
In diesem Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen rund um die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom), um Ihnen die bestmögliche Unterstützung und Orientierung während Ihrer Behandlung zu bieten.
Was sind die ersten Anzeichen von Gebärmutterkrebs?
Das wichtigste und häufigste Warnsignal für Gebärmutterkrebs ist eine untypische vaginale Blutung nach der Menopause. Jede Blutung nach den Wechseljahren, auch wenn sie nur gering ist, sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden. Bei jüngeren Frauen können unregelmäßige oder verstärkte Blutungen, Zwischenblutungen oder ungewöhnlicher vaginaler Ausfluss Hinweise sein. In fortgeschrittenen Stadien können auch Unterbauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.
Wie wird Gebärmutterkrebs diagnostiziert?
Die Diagnose beginnt mit einer gynäkologischen Untersuchung und einem vaginalen Ultraschall zur Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut. Bei Verdacht auf Gebärmutterkrebs erfolgt eine Gewebeentnahme (Endometriumbiopsie oder Ausschabung/Kürettage), die feingeweblich untersucht wird. Erst diese Gewebeprobe kann die Diagnose sichern. Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT werden eingesetzt, um die Tumorausdehnung zu beurteilen und die optimale Therapie zu planen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Gebärmutterkrebs?
Die Standardbehandlung ist die operative Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie), oft zusammen mit den Eileitern und Eierstöcken. Bei frühen Stadien kann die Operation allein ausreichend sein. Je nach Tumorstadium und Risikofaktoren kann anschließend eine Strahlentherapie oder Chemotherapie erfolgen. Moderne Ansätze umfassen auch die Wächterlymphknoten-Technik zur Schonung gesunden Gewebes und bei fortgeschrittenen Tumoren innovative Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren.
Wie hoch sind die Heilungschancen bei Gebärmutterkrebs?
Die Heilungschancen bei Gebärmutterkrebs sind insgesamt gut. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei etwa 81%. Wird der Krebs im frühen Stadium (Stadium I) erkannt, liegen die Überlebenschancen bei über 90%. Die Prognose hängt entscheidend vom Stadium bei Diagnose, dem Tumortyp und dem Tumorgrad ab. Moderne Behandlungsmethoden und eine engmaschige Nachsorge verbessern die Langzeitergebnisse kontinuierlich.
Kann Gebärmutterkrebs in einem frühen Stadium vollständig geheilt werden?
Ja, bei früher Diagnose sind die Heilungschancen sehr gut. Wird Gebärmutterkrebs im Stadium I entdeckt und der Tumor ist auf die Gebärmutter begrenzt, kann eine Operation oft zur vollständigen Heilung führen. Über 90% der Frauen mit Gebärmutterkrebs im Frühstadium überleben mindestens fünf Jahre. Der Vorteil: Gebärmutterkrebs verursacht oft früh Symptome (vaginale Blutung), sodass er häufiger als andere gynäkologische Tumore in einem behandelbaren Stadium entdeckt wird.
Was passiert nach der Operation bei Gebärmutterkrebs?
Nach der Operation wird das entfernte Gewebe feingeweblich untersucht, um das genaue Stadium und den Tumortyp zu bestimmen. Bei frühen Stadien ohne Risikofaktoren ist oft keine weitere Behandlung nötig. Bei höheren Stadien oder Risikofaktoren kann eine Strahlentherapie (oft vaginal oder im Beckenbereich) oder Chemotherapie folgen. Die Genesungszeit beträgt etwa 4-6 Wochen. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig, um einen möglichen Rückfall frühzeitig zu erkennen.
Welche Nebenwirkungen können bei der Behandlung auftreten?
Nach der Operation können Schmerzen, vorübergehende Bewegungseinschränkungen und Müdigkeit auftreten. Bei einer Strahlentherapie im Beckenbereich sind Durchfall, Blasenreizung und Hautreaktionen möglich. Falls eine Chemotherapie nötig ist, können Übelkeit, Haarausfall, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit auftreten. Moderne Schmerztherapie, Physiotherapie und unterstützende Medikamente helfen, diese Beschwerden deutlich zu lindern. Die meisten Nebenwirkungen klingen nach Abschluss der Behandlung ab.
Was kann ich tun, um meine Lebensqualität während der Behandlung zu verbessern?
Prähabilitation vor der Operation (körperliches Training, Ernährungsoptimierung, Atemtherapie) kann die Erholung beschleunigen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige leichte Bewegung und ausreichend Ruhe unterstützen den Heilungsprozess. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können Stress reduzieren. Psychoonkologische Unterstützung hilft, mit Ängsten und emotionalen Belastungen umzugehen. Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen gibt emotionalen Halt.
Wie lange dauert die Behandlung und wie sieht der Heilungsprozess aus?
Die Behandlungsdauer hängt vom Stadium ab. Bei frühen Stadien kann die Operation allein ausreichen (4-6 Wochen Erholung). Wenn anschließend eine Strahlentherapie nötig ist, dauert diese meist 5-6 Wochen. Eine Chemotherapie erstreckt sich über mehrere Monate mit mehreren Zyklen. Die vollständige Erholung kann 3-6 Monate dauern. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen (anfangs alle 3 Monate, später halbjährlich) sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu überwachen.
Wie wichtig ist die Nachsorge nach der Behandlung?
Die Nachsorge ist essentiell und geht über die reine Rückfallkontrolle hinaus. Sie umfasst die Behandlung von Spätfolgen der Therapie (z.B. Lymphödeme, Polyneuropathie), psychische Unterstützung bei Ängsten vor einem Rückfall, Beratung zu Sexualität und Partnerschaft sowie allgemeine Gesundheitsvorsorge (z.B. Darmkrebsvorsorge). Moderne Nachsorge bedeutet „Fürsorge" – es geht nicht nur um Lebenslänge, sondern auch um Lebensqualität. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Problemen.
Muss ich einen Termin vereinbaren?
Für einen Beratungstermin bitten wir Sie einen Termin über die Terminvereinbarung auszumachen. Wir bieten Ihnen gerne unsere klinische und wissenschaftliche Expertise an und würden uns freuen, Sie in unserem spezialisierten Zentrum für gynäkologische Onkologie begrüßen zu dürfen. Unsere Akutsprechstunde für Frauen mit gynäkologischen Tumoren als Erstkontaktzugang bietet Ihnen von 8:00 bis 15:00 Uhr am CVK eine schnelle und spezialisierte Beratung. Unser erfahrenes, interdisziplinäres Team steht Ihnen kurzfristig zur Seite, um dringende Anliegen zu klären und die nächsten Schritte individuell zu besprechen. Sie brauchen keinen Termin zu vereinbaren. Bitte melden Sie sich vor Ort im CVK in der Anmeldung in der Mittelallee 9 im Erdgeschoss.
Welche Unterlagen sollte ich zur Sprechstunde mitbringen?
Bitte bringen Sie zum Termin folgende Unterlagen mit:
- Überweisung von Ihrem Frauenarzt
- Krankenkassenkarte
- Personalausweis
- vorhandene Befunde (Ultraschall, Gewebeprobe, Laborwerte, feingewebliche Untersuchung usw.), bitte möglichst auf digitalem Datenträger
- Allergiepass, Herzpass, Blutgruppenausweis, Notfallausweis usw.
- Arztbriefe (bitte möglichst auf digitalem Datenträger)
- Liste der aktuell eingenommenen Medikamente bzw. Bundesmedikationsplan
Patientinnenstimmen
Die Erfahrungen unserer Patientinnen sind uns besonders wichtig. Hier teilen einige von ihnen ihre persönlichen Geschichten und Eindrücke von der Behandlung im Kompetenzzentrum Endometriumkarzinom der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Standort
Klinik für Gynäkologie mit Department für onkologische Chirurgie, Campus Virchow-Klinikum
Adresse
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Am Campus: Mittelallee 9
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