Willkommen im Kompetenzzentrum Endometriumkarzinom an der Charité!

Wir sind ein Team aus erfahrenen Ärzt:innen, das sich der exzellenten Behandlung von Endometriumkarzinom verschrieben hat.

Was ist ein Rezidiv?

Ein Rezidiv bei Gebärmutterkrebs – also ein Rückfall der Erkrankung nach einer anfänglichen Behandlung – stellt für viele Frauen eine große Herausforderung dar. Als spezialisiertes Kompetenzzentrum für Endometriumkarzinom an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sind wir darauf spezialisiert, Betroffenen in dieser schwierigen Phase die bestmögliche Unterstützung zu bieten. In diesem Blogbeitrag möchten wir dich über die Häufigkeit von Rezidiven, ihre Begleiterscheinungen und die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten informieren – und aufzeigen, warum eine spezialisierte Betreuung in unserem Zentrum entscheidend sein kann.

Wie häufig ist ein Endometriumkarzinom-Rezidiv?

Das Endometriumkarzinom hat insgesamt eine günstigere Prognose als viele andere gynäkologische Tumore, dennoch kommt es bei etwa 13-20% der Patientinnen zu einem Rezidiv. Die Rückfallquote hängt stark vom Tumorstadium bei Erstdiagnose ab. Bei frühen Stadien (Stadium I) liegt die Rezidivrate unter 10%, während sie bei fortgeschrittenen Stadien (Stadium III-IV) auf 40-50% ansteigen kann. Basierend auf den etwa 11.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland bedeutet dies etwa 1.400 bis 2.200 Rezidivfälle jährlich. Die meisten Rezidive treten innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre nach der Erstbehandlung auf. Das Rezidivrisiko hängt vom histologischen Typ, dem Tumorgrad und der Tiefe der Myometriuminfiltration ab.


Begleiterscheinungen: Wie macht sich ein Rezidiv bemerkbar?

Ein Endometriumkarzinom-Rezidiv kann verschiedene Symptome verursachen, die je nach Lokalisation variieren. Das häufigste Warnsignal ist eine erneute vaginale Blutung, insbesondere nach der Menopause oder nach einer beschwerdefreien Phase. Viele Frauen berichten von Unterbauchschmerzen, Schmerzen im Beckenbereich oder beim Wasserlassen. Bei Befall der Scheide kann es zu Ausfluss oder Kontaktblutungen kommen. Lokale Rezidive im kleinen Becken können Druckgefühl, Verstopfung oder Harnwegsbeschwerden verursachen. Fernmetastasen, die am häufigsten in Lunge, Leber oder Knochen auftreten, können zu Atembeschwerden, Oberbauchschmerzen oder Knochenschmerzen führen. Manche Patientinnen klagen auch über allgemeine Symptome wie Erschöpfung, Appetitlosigkeit und ungeklärten Gewichtsverlust. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen mit gynäkologischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren sind daher essentiell, um ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen.


Diagnose und moderne Therapiemethoden

Die Diagnose eines Endometriumkarzinom-Rezidivs erfolgt durch eine Kombination aus gynäkologischer Untersuchung, bildgebenden Verfahren wie MRT oder CT und gegebenenfalls Gewebeproben zur histologischen Sicherung. In spezialisierten Zentren kommen modernste Diagnoseverfahren zum Einsatz. Die wichtigsten Therapiemethoden beim Rezidiv umfassen erneute operative Eingriffe bei lokal begrenzten Rückfällen, Strahlentherapie zur lokalen Tumorkontrolle, systemische Chemotherapien zur Behandlung ausgedehnter Rezidive sowie innovative Hormon- und Immuntherapien, die bei bestimmten Tumortypen besonders wirksam sind.


Risikofaktoren: Wer ist besonders gefährdet?

Die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs hängt von mehreren Faktoren ab. Fortgeschrittene Stadien bei der Erstdiagnose erhöhen das Risiko deutlich, ebenso wie ungünstige histologische Typen wie seröse oder klarzellige Karzinome. Eine tiefe Myometriuminfiltration und Lymphknotenbefall bei der Erstoperation sind weitere Risikofaktoren. Auch der Tumorgrad (G3) und Lymphgefäßinvasion erhöhen die Rückfallwahrscheinlichkeit. Patientinnen mit Lynch-Syndrom haben nicht nur ein höheres Risiko für Endometriumkarzinom, sondern auch für Rezidive. Das Alter und der allgemeine Gesundheitszustand können ebenfalls die Prognose beeinflussen. In unserem Zentrum bieten wir gezielte Untersuchungen an, um diese Risiken individuell einzuschätzen und die Nachsorge entsprechend anzupassen.

Behandlungsmöglichkeiten: Was kann getan werden?

Die Therapie eines Endometriumkarzinom-Rezidivs ist individuell und hängt von der Lokalisation des Rückfalls, der Ausbreitung und deinem Gesundheitszustand ab. In unserem Kompetenzzentrum setzen wir auf maßgeschneiderte Ansätze. Eine erneute Operation kann sinnvoll sein, wenn das Rezidiv lokal begrenzt ist, insbesondere bei isolierten Scheidenrezidiven oder Beckenrezidiven, wobei unsere Chirurg*innen mit Expert*innen aus Onkologie und anderen Fachbereichen zusammenarbeiten. Bei lokalen Rezidiven kommt häufig die Strahlentherapie zum Einsatz, entweder als externe Bestrahlung oder als vaginale Brachytherapie, um eine lokale Kontrolle zu erreichen. Bei ausgedehnteren Rezidiven oder Fernmetastasen erfolgt eine systemische Chemotherapie, wobei verschiedene Wirkstoffe wie Carboplatin/Paclitaxel oder Doxorubicin zum Einsatz kommen. Innovative Ansätze umfassen Hormontherapien bei hormonsensitiven Tumoren sowie Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren, die besonders bei MSI-high Tumoren (Mikrosatelliteninstabilität) sehr wirksam sein können. Wir bieten auch Zugang zu klinischen Studien mit neuen Medikamenten und Therapiekombinationen. Die Nachsorge ist zentral, mit regelmäßigen Kontrollen und psychoonkologischer Unterstützung, um deine Lebensqualität trotz Rezidiv zu fördern.



Warum ein Kompetenzzentrum wie unseres in Berlin?

Ein Endometriumkarzinom-Rezidiv erfordert höchste Expertise, da jede Entscheidung die Prognose beeinflusst. In unserem spezialisierten Zentrum profitierst du von unserer langjährigen Erfahrung in der Behandlung gynäkologischer Tumore, wo unsere Ärzt*innen regelmäßig komplexe Eingriffe durchführen und stets auf dem neuesten Forschungsstand sind. Unser interdisziplinäres Team aus Gynäkologie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie und Psychoonkologie sorgt für eine umfassende Betreuung. Unsere Tumorkonferenzen geben dir Sicherheit bei der Therapieplanung, da Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam die optimale Behandlung für dich festlegen. Durch unsere aktive Forschungsarbeit und Teilnahme an nationalen und internationalen Studien kannst du innovative Therapien nutzen, die anderswo noch nicht verfügbar sind. Gleichzeitig legen wir Wert auf emotionale Unterstützung durch unsere Psychoonkologen und Sozialberatung. Frauen, die in spezialisierten Zentren behandelt werden, haben oft eine verlängerte Überlebenszeit und bessere Lebensqualität – ein Unterschied, der im Rezidivfall besonders zählt.


Fazit: Hoffnung trotz Rezidiv

Ein Endometriumkarzinom-Rezidiv ist eine herausfordernde Diagnose, doch moderne Therapien und spezialisierte Betreuung bieten Perspektiven. In unserem Zentrum in Berlin kombinieren wir Fachwissen, innovative Ansätze und menschliche Nähe, um dir auch in dieser Phase die bestmögliche Unterstützung zu geben. Eine frühzeitige Erkennung des Rückfalls durch regelmäßige Nachsorge und eine Behandlung in einem spezialisierten Zentrum können deine Lebenszeit verlängern und deine Lebensqualität stärken. Unser Motto bleibt: „Wissen ist Chance" – informiere dich, stelle Fragen und nutze die Expertise unseres Teams.

Leistungen

Wir bieten Ihnen das gesamte Therapiespektrum in der Gynäkologie an.

Operation

Präzise chirurgische Eingriffe zur bestmöglichen Entfernung des Tumors und Erhaltung gesunden Gewebes.

Chemotherapie

Medikamentöse Behandlung zur gezielten Bekämpfung von Krebszellen und Verhinderung ihres Wachstums.

Zweitmeinung

Expertenbewertung Ihrer Diagnose und Therapieoptionen für eine fundierte, sichere Behandlungsentscheidung.

Tumorkonferenz

Interdisziplinäre Fachärzt:innen beraten gemeinsam über die optimale Therapie für jede Patientin.

Erhaltungstherapie

Langfristige Behandlung zur Verhinderung eines Rückfalls und Stabilisierung des Therapieerfolgs.

Nachsorge

Regelmäßige Kontrollen zur frühzeitigen Erkennung eines Rückfalls und Sicherung des Behandlungserfolgs.

Unterstützende Angebote

Individuelle Beratungen und Therapieangebote zur Linderung von Beschwerden und Stärkung der Lebensqualität.

Terminvereinbarung

Jeder kann einen Termin anfragen – alles, was Sie tun müssen, ist, uns zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie bei jedem Schritt.

Abteilungen

Die Charité - Universitätsmedizin Berlin ist ein renommiertes akademisches medizinisches Zentrum mit zahlreichen Abteilungen, Instituten und Dienstleistungen, die eine umfassende Patientenversorgung gewährleisten. Hier ist eine Übersicht über einige der Hauptabteilungen und -institute:

Radiologie

Hochmoderne Bildgebung für eine präzise Diagnostik und Therapieplanung mittels CT, MRT und Ultraschall.

Das Endometriumkarzinom wird meist durch vaginale Blutungen auffällig und zunächst im transvaginalen Ultraschall dargestellt. Die MRT ist Mittel der Wahl zur weiteren Untersuchung und präoperativen Beurteilung der Tumorausdehnung. Die bildgebende Diagnostik dient der Einschätzung der Tiefe der myometranen Infiltration, der Beurteilung einer möglichen Zervixbeteiligung sowie der Detektion von Lymphknotenmetastasen.

Die MRT ermöglicht eine präzise Darstellung der Gebärmutterschleimhaut und ihrer Schichten. Dabei kann das Ausmaß der Tumorinfiltration in die Gebärmuttermuskulatur (Myometrium) beurteilt werden, was für die Therapieplanung und Prognoseabschätzung entscheidend ist. Bei fortgeschrittenen Stadien kann mittels CT des Thorax und Abdomens eine Fernmetastasierung ausgeschlossen werden. Die bildgebende Diagnostik ist essentiell für die stadiengerechte Therapieplanung und trägt wesentlich zur Optimierung der operativen Strategie bei. In der Nachsorge dient die MRT dem Ausschluss eines Lokalrezidivs.

Radiologie

Anästhesie

Die Anästhesie spielt eine zentrale Rolle bei der sicheren und schonenden Durchführung von Operationen beim Endometriumkarzinom. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich eine große Anzahl dieser Eingriffe durchführt, setzen wir auf modernste Narkoseverfahren, um eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten.

Die Operation erfolgt unter Allgemeinanästhesie, sodass die Patientin während des gesamten Eingriffs schmerzfrei und tief entspannt ist. Dabei kommen individuell abgestimmte Verfahren zum Einsatz, die eine schnelle Erholung und eine möglichst geringe Belastung für den Körper ermöglichen. Ergänzend setzen wir schonende Schmerzmanagement-Konzepte ein, um die postoperative Erholung zu unterstützen.

Dank unserer hohen Expertise und Erfahrung bieten wir höchste Sicherheitsstandards und individuelle Betreuung – von der präoperativen Vorbereitung bis zur Nachsorge. Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen eine bestmögliche Versorgung in einem Zentrum mit exzellenter medizinischer Qualität zu bieten.

Anästhesie

Onkologie

Die Onkologie spielt eine zentrale Rolle in der ganzheitlichen Behandlung des Endometriumkarzinoms und arbeitet eng mit der Gynäkologie zusammen, um eine bestmögliche Therapie für jede Patientin zu gewährleisten. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen behandelt, setzen wir auf modernste diagnostische und therapeutische Konzepte.

Nach der Operation durch die gynäkologische Chirurgie übernimmt die Onkologie die individuell abgestimmte Nachbehandlung, die je nach Befund Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie oder innovative zielgerichtete Therapien umfassen kann. Unser interdisziplinäres Team aus erfahrenen Onkologen und Gynäkologen entwickelt für jede Patientin eine personalisierte Behandlungsstrategie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Durch die enge Verzahnung von Chirurgie, Onkologie und weiteren Fachdisziplinen bieten wir eine umfassende, leitliniengerechte Versorgung auf höchstem Niveau – für bestmögliche Therapieergebnisse und eine optimale Betreuung während des gesamten Behandlungsverlaufs.

Onkologie

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der interdisziplinären Behandlung des Endometriumkarzinoms und kommt in speziellen Fällen ergänzend zur Operation und medikamentösen Therapie zum Einsatz. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen behandelt, setzen wir auf modernste strahlentherapeutische Verfahren.

Je nach Tumorstadium und Risikoprofil kann eine adjuvante Strahlentherapie nach der Operation indiziert sein, um das Rezidivrisiko zu senken. Dabei kommen sowohl die vaginale Brachytherapie als auch die externe Strahlentherapie zum Einsatz. Durch hochpräzise Bestrahlungstechniken minimieren wir die Belastung für gesundes Gewebe und maximieren die therapeutische Wirkung.

Unsere enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie und Onkologie ermöglicht eine individuell abgestimmte Behandlung auf höchstem medizinischen Niveau. Dank unserer umfassenden Erfahrung und exzellenten technischen Ausstattung gewährleisten wir eine schonende und effektive Therapie – immer mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität für unsere Patientinnen zu erhalten.

Strahlentherapie

Physiotherapie

Die Physiotherapie spielt eine entscheidende Rolle in der ganzheitlichen Versorgung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen betreut, setzen wir auf individuell abgestimmte physiotherapeutische Konzepte, um die körperliche Erholung nach der Behandlung zu unterstützen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Nach einer Operation oder während einer Chemotherapie kann es zu Muskelschwäche, Bewegungseinschränkungen und Erschöpfung kommen. Durch gezielte Übungen hilft die Physiotherapie, die Mobilität zu fördern, die Muskulatur zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Speziell angepasste Programme können zudem die Regeneration nach dem Eingriff beschleunigen und die körperliche Belastbarkeit verbessern.

Unser interdisziplinäres Team aus Physiotherapeuten, Gynäkologen und Onkologen arbeitet eng zusammen, um eine bestmögliche, individuelle Therapie anzubieten. Dank unserer langjährigen Erfahrung und modernen Rehabilitationsansätze begleiten wir unsere Patientinnen einfühlsam auf ihrem Weg zur Genesung.

Physiotherapie

Psychoonkologie

Die Diagnose Endometriumkarzinom stellt für Patientinnen und ihre Angehörigen eine enorme emotionale Belastung dar. In unserem spezialisierten Zentrum, das jährlich zahlreiche Patientinnen betreut, ist die psychoonkologische Begleitung ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Versorgung.

Unsere erfahrenen Psychoonkologen unterstützen Patientinnen dabei, Ängste zu bewältigen, emotionale Stabilität zu finden und ihre Lebensqualität während und nach der Behandlung zu verbessern. Individuelle Beratungen, Gesprächsgruppen und bewährte psychotherapeutische Methoden helfen, den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern und die seelische Widerstandskraft zu stärken.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gynäkologie, Onkologie und weiteren Fachdisziplinen bieten wir eine ganzheitliche Betreuung auf höchstem Niveau. Unser Ziel ist es, jeder Patientin in dieser herausfordernden Zeit zur Seite zu stehen und sie sowohl medizinisch als auch emotional bestmöglich zu unterstützen.

Psychoonkologie

Sozialdienst

Der Sozialdienst spielt eine zentrale Rolle in der Betreuung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. In unserem spezialisierten Zentrum unterstützen wir Patientinnen und ihre Familien bei sozialrechtlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen rund um die Erkrankung.

Unsere Experten helfen bei der Beantragung von Reha-Maßnahmen, Pflegeleistungen und Schwerbehindertenausweisen sowie bei beruflichen und sozialen Herausforderungen. Durch enge Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten bieten wir eine umfassende Begleitung für eine bestmögliche Versorgung – über die medizinische Behandlung hinaus.

Sozialdienst

Schmerztherapie

Eine effektive Schmerztherapie ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. In unserem Kompetenzzentrum setzen wir auf moderne multimodale Ansätze, die medikamentöse, interventionelle und nicht-medikamentöse Verfahren kombinieren.

Ein besonderes Element ist das Konzept "Die bewegte Station" auf unseren gynäkologischen Stationen. Durch frühzeitige Mobilisation, physiotherapeutische Maßnahmen und gezielte Bewegungsprogramme unterstützen wir die Schmerzlinderung aktiv. Dies fördert nicht nur die Genesung nach der Operation, sondern verbessert auch das allgemeine Wohlbefinden der Patientinnen.

Unser interdisziplinäres Team aus Schmerztherapeuten, Gynäkologen und Physiotherapeuten entwickelt für jede Patientin eine individuell abgestimmte Strategie – für eine bestmögliche Schmerzreduktion und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.

Schmerztherapie

Spezialist:innen

Unsere Spezialist:innen, die auf Endometriumkarzinom fokussiert sind, bieten eine umfassende, individuell angepasste Behandlung, die modernste diagnostische Verfahren, innovative Therapien und eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen medizinischen Disziplinen umfasst.

Jalid-Sehouli

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli

Klinikdirektor

Klinische und wissenschaftliche Leitung

Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Mustafa-Muallem

Prof. Dr. med. Dr. med. (syr) Mustafa Zelal Muallem

Leitender Oberarzt

Stellvertretender Klinikdirektor

Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Klaus-Pietzner

Prof. Dr. med. Klaus Pietzner

Oberarzt

Leiter des Studienzentrums

Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

tjadina-arndt

Dr. med. Tjadina Arndt

Fachärztin

Schwerpunkt: Gynäkologische Onkologie, medikamentöse Tumortherapie

Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

malte-renz

Dr. med. Malte Renz

Oberarzt

Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Facharzt-Weiterbildung Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Häufige Fragen

In diesem Abschnitt beantworten wir die häufigsten Fragen rund um die Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom), um Ihnen die bestmögliche Unterstützung und Orientierung während Ihrer Behandlung zu bieten.

Was sind die ersten Anzeichen von Gebärmutterkrebs?

Das wichtigste und häufigste Warnsignal für Gebärmutterkrebs ist eine untypische vaginale Blutung nach der Menopause. Jede Blutung nach den Wechseljahren, auch wenn sie nur gering ist, sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden. Bei jüngeren Frauen können unregelmäßige oder verstärkte Blutungen, Zwischenblutungen oder ungewöhnlicher vaginaler Ausfluss Hinweise sein. In fortgeschrittenen Stadien können auch Unterbauchschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten.

Wie wird Gebärmutterkrebs diagnostiziert?

Die Diagnose beginnt mit einer gynäkologischen Untersuchung und einem vaginalen Ultraschall zur Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut. Bei Verdacht auf Gebärmutterkrebs erfolgt eine Gewebeentnahme (Endometriumbiopsie oder Ausschabung/Kürettage), die feingeweblich untersucht wird. Erst diese Gewebeprobe kann die Diagnose sichern. Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT werden eingesetzt, um die Tumorausdehnung zu beurteilen und die optimale Therapie zu planen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Gebärmutterkrebs?

Die Standardbehandlung ist die operative Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie), oft zusammen mit den Eileitern und Eierstöcken. Bei frühen Stadien kann die Operation allein ausreichend sein. Je nach Tumorstadium und Risikofaktoren kann anschließend eine Strahlentherapie oder Chemotherapie erfolgen. Moderne Ansätze umfassen auch die Wächterlymphknoten-Technik zur Schonung gesunden Gewebes und bei fortgeschrittenen Tumoren innovative Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren.

Wie hoch sind die Heilungschancen bei Gebärmutterkrebs?

Die Heilungschancen bei Gebärmutterkrebs sind insgesamt gut. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei etwa 81%. Wird der Krebs im frühen Stadium (Stadium I) erkannt, liegen die Überlebenschancen bei über 90%. Die Prognose hängt entscheidend vom Stadium bei Diagnose, dem Tumortyp und dem Tumorgrad ab. Moderne Behandlungsmethoden und eine engmaschige Nachsorge verbessern die Langzeitergebnisse kontinuierlich.

Kann Gebärmutterkrebs in einem frühen Stadium vollständig geheilt werden?

Ja, bei früher Diagnose sind die Heilungschancen sehr gut. Wird Gebärmutterkrebs im Stadium I entdeckt und der Tumor ist auf die Gebärmutter begrenzt, kann eine Operation oft zur vollständigen Heilung führen. Über 90% der Frauen mit Gebärmutterkrebs im Frühstadium überleben mindestens fünf Jahre. Der Vorteil: Gebärmutterkrebs verursacht oft früh Symptome (vaginale Blutung), sodass er häufiger als andere gynäkologische Tumore in einem behandelbaren Stadium entdeckt wird.

Was passiert nach der Operation bei Gebärmutterkrebs?

Nach der Operation wird das entfernte Gewebe feingeweblich untersucht, um das genaue Stadium und den Tumortyp zu bestimmen. Bei frühen Stadien ohne Risikofaktoren ist oft keine weitere Behandlung nötig. Bei höheren Stadien oder Risikofaktoren kann eine Strahlentherapie (oft vaginal oder im Beckenbereich) oder Chemotherapie folgen. Die Genesungszeit beträgt etwa 4-6 Wochen. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind wichtig, um einen möglichen Rückfall frühzeitig zu erkennen.

Welche Nebenwirkungen können bei der Behandlung auftreten?

Nach der Operation können Schmerzen, vorübergehende Bewegungseinschränkungen und Müdigkeit auftreten. Bei einer Strahlentherapie im Beckenbereich sind Durchfall, Blasenreizung und Hautreaktionen möglich. Falls eine Chemotherapie nötig ist, können Übelkeit, Haarausfall, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit auftreten. Moderne Schmerztherapie, Physiotherapie und unterstützende Medikamente helfen, diese Beschwerden deutlich zu lindern. Die meisten Nebenwirkungen klingen nach Abschluss der Behandlung ab.

Was kann ich tun, um meine Lebensqualität während der Behandlung zu verbessern?

Prähabilitation vor der Operation (körperliches Training, Ernährungsoptimierung, Atemtherapie) kann die Erholung beschleunigen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige leichte Bewegung und ausreichend Ruhe unterstützen den Heilungsprozess. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können Stress reduzieren. Psychoonkologische Unterstützung hilft, mit Ängsten und emotionalen Belastungen umzugehen. Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen gibt emotionalen Halt.

Wie lange dauert die Behandlung und wie sieht der Heilungsprozess aus?

Die Behandlungsdauer hängt vom Stadium ab. Bei frühen Stadien kann die Operation allein ausreichen (4-6 Wochen Erholung). Wenn anschließend eine Strahlentherapie nötig ist, dauert diese meist 5-6 Wochen. Eine Chemotherapie erstreckt sich über mehrere Monate mit mehreren Zyklen. Die vollständige Erholung kann 3-6 Monate dauern. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen (anfangs alle 3 Monate, später halbjährlich) sind wichtig, um den Heilungsverlauf zu überwachen.

Wie wichtig ist die Nachsorge nach der Behandlung?

Die Nachsorge ist essentiell und geht über die reine Rückfallkontrolle hinaus. Sie umfasst die Behandlung von Spätfolgen der Therapie (z.B. Lymphödeme, Polyneuropathie), psychische Unterstützung bei Ängsten vor einem Rückfall, Beratung zu Sexualität und Partnerschaft sowie allgemeine Gesundheitsvorsorge (z.B. Darmkrebsvorsorge). Moderne Nachsorge bedeutet „Fürsorge" – es geht nicht nur um Lebenslänge, sondern auch um Lebensqualität. Regelmäßige Kontrollen ermöglichen die frühzeitige Erkennung von Problemen.

Muss ich einen Termin vereinbaren?

Für einen Beratungstermin bitten wir Sie einen Termin über die Terminvereinbarung auszumachen. Wir bieten Ihnen gerne unsere klinische und wissenschaftliche Expertise an und würden uns freuen, Sie in unserem spezialisierten Zentrum für gynäkologische Onkologie begrüßen zu dürfen. Unsere Akutsprechstunde für Frauen mit gynäkologischen Tumoren als Erstkontaktzugang bietet Ihnen von 8:00 bis 15:00 Uhr am CVK eine schnelle und spezialisierte Beratung. Unser erfahrenes, interdisziplinäres Team steht Ihnen kurzfristig zur Seite, um dringende Anliegen zu klären und die nächsten Schritte individuell zu besprechen. Sie brauchen keinen Termin zu vereinbaren. Bitte melden Sie sich vor Ort im CVK in der Anmeldung in der Mittelallee 9 im Erdgeschoss.

Welche Unterlagen sollte ich zur Sprechstunde mitbringen?

Bitte bringen Sie zum Termin folgende Unterlagen mit:

  • Überweisung von Ihrem Frauenarzt
  • Krankenkassenkarte
  • Personalausweis
  • vorhandene Befunde (Ultraschall, Gewebeprobe, Laborwerte, feingewebliche Untersuchung usw.), bitte möglichst auf digitalem Datenträger
  • Allergiepass, Herzpass, Blutgruppenausweis, Notfallausweis usw.
  • Arztbriefe (bitte möglichst auf digitalem Datenträger)
  • Liste der aktuell eingenommenen Medikamente bzw. Bundesmedikationsplan

Patientinnenstimmen

Die Erfahrungen unserer Patientinnen sind uns besonders wichtig. Hier teilen einige von ihnen ihre persönlichen Geschichten und Eindrücke von der Behandlung im Kompetenzzentrum Endometriumkarzinom der Charité Universitätsmedizin Berlin.

testimonial

Sarah Goodman

Endometriumkarzinom

Die Vorbereitung vor meiner Operation durch Physiotherapie und Ernährungsberatung hat mich körperlich und mental gestärkt. Ich fühlte mich nicht hilflos ausgeliefert, sondern konnte aktiv etwas für meine Genesung tun. Das Team hat mir in jeder Phase mit großer Empathie zur Seite gestanden.

testimonial

Sarah Müller

Borderline Tumor

Dank der schonenden Operationstechnik konnte ich mich schneller erholen als befürchtet. Die Ärzte haben mir genau erklärt, warum nicht alle Lymphknoten entfernt werden müssen. Heute habe ich keine Einschränkungen mehr und bin unendlich dankbar für diese präzise Behandlung.

testimonial

Anna Winkelmann

Endometriumkarzinom Rezidiv

Was mich besonders beeindruckt hat, war die ganzheitliche Betreuung. Es ging nicht nur um die medizinische Behandlung, sondern auch um meine Ängste und Sorgen. Die psychoonkologische Unterstützung hat mir geholfen, wieder Lebensfreude zu finden und positiv in die Zukunft zu blicken.

testimonial

Maria Berlin

Endometriumkarzinom

Nach der Diagnose war ich verzweifelt. Doch hier fand ich nicht nur exzellente Medizin, sondern auch echtes Mitgefühl. Jede Frage wurde beantwortet, jede Sorge ernst genommen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat mir das Gefühl gegeben, in den besten Händen zu sein.

testimonial

Carina Lüdtke

Studienteilnehmerin

Kompetenz, Innovation und Menschlichkeit – das zeichnet dieses Team aus. Von der Diagnose bis zur Nachsorge wurde ich nie allein gelassen. Die moderne Behandlung hat mir nicht nur geholfen zu überleben, sondern wieder richtig zu leben.

Standort

Klinik für Gynäkologie mit Department für onkologische Chirurgie, Campus Virchow-Klinikum

Adresse

Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Am Campus: Mittelallee 9

Rufen Sie uns an

+49 30 450 664 124

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